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Kirche in Critzum

Jemgum

Im Bogen führt die Dorfstraße an der Kirche vorbei.

Mächtige Stützpfeiler an der Ostwand halten die Kirche (13. Jahrhundert) zusammen, die, wie viele mittelalterlichen Dorfkirchen in Ostfriesland, ohne Fundament auf eine aufgeschüttete Warf gebaut worden war. Ihren romanischen Ursprung kann man nur noch an einigen Fenstern  erkennen. Im schlichten, von einem Tonnengewölbe überspannten Kirchenraum fällt die barocke Kanzel (2. Hälfte 17. Jahrhundert) auf, in deren Korb klauenfüßige weibliche Wesen dargestellt sind.

Hier können Sie sich die ausführliche Beschreibung herunterladen.

Mehr Informationen

Der Dorfname Critzum soll von einem Fluß, der Kritte, abgeleitet sein, der einst durch das Rheiderland floß. Schriftlich erwähnt wird der Ort erst im fünfzehnten Jahrhundert in einem Eintrag der Köiner Universität. Von 1425 bis 1432 studierte ein gewisser Dominus Hesselus de Krytzum in der Stadt am Rhein, bevor er in seinem Heimatdorf Critzum das Amt des Pfarrers übernahm.

 

Weiter zurückverfolgen lässt sich die Geschichte der Kirche. Ihre ältesten Teile stammen aus dem dreizehnten Jahrhundert. Ursprünglich hatte das Gotteshaus einen romanischen Baustil. Bis zum Umbau im fünfzehnten Jahrhundert, in dem wahrscheinlich auch der im Verhältnis zur Kirche zu große Glockenturm errichtet wurde. Früher soll er noch höher gewesen sein und als Leuchtturm für die Schiffe auf der Ems gedient haben. Bis 1917 gehörte eine der ältesten Glocken Ostfrieslands zur Critzumer Kirche. Über den Verbleib der aus dem dreizehnten Jahrhundert stammenden Glocke ist nichts bekannt, auch wenn die Vermutung naheliegt, daß sie eingeschmolzen wurde, um Waffen zu schmieden.

 

Die Kirche, die bis zur Reformation der Propstei Hatzum der Diözese Münster angehörte, ist von einem breiten Graben umgeben. Neben der Coldeborg, nordwestlich vom Häuptlingssitz Critzum, könnte das Gotteshaus in Kriegszeiten als zusätzliche Festung gedient haben.

 

Von schlichter Eleganz ist die weiße, mit Goldfarbe verzierte Kanzel unter dem Tonnengewölbe im Innenraum der reformierten Kirche. Vier gedrehte Stützsäulen sowie verschiedene aus dem Holz der Kanzel herausgearbeitete Ornamente, die Pflanzen und Menschen darstellen, lassen dagegen an die Barockzeit denken. Im Chor, wo heute die Orgel steht, befanden sich drei Grabplatten, die jedoch Renovierungsarbeiten zum Opfer gefallen sind. Lediglich im Mittelgang ist noch eine Grabplatte erhalten.

 

Die 1853 in Hamburg gebaute Orgel ist 1939 nach Critzum gebracht worden, wo sie die Kriegswirren unbeschadet überstand. An der weiß getünchten Wand hängt eine Holztafel mit den Namen der Gefallenen und Vermißten aus beiden Weltkriegen. An längst vergangene Zeiten erinnern die kleinen Schiefertafeln an den Wänden, auf denen noch heute mit Kreide geschrieben die Lieder vom Gottesdienst des vergangenen Sonntags stehen.

Kontakt

Kirche in Critzum

Critzumer Straße 6
26844 Jemgum
Deutschland

Tel.: 0 49 58 / 9 18 10
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Öffnungszeiten

Die Kirche kann zu jederzeit besichtigt werden.

Preisinformation

Ein Eintritt ist nicht zu zahlen. Für eine Kollekte wäre die Gemeinde dankbar.

Besonderheiten

  • für jedes Wetter
  • Senioren geeignet
  • Kinderwagentauglich
  • Deutsch
  • Niederländisch
  • Barzahlung

Und wo in Jemgum genau?

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